Traditionelles Kartenspiel boomt wieder dank Webschnapsen
„I’m counting for my life, anunsechzig, fünfunsechzig, it’s only sixty-five…“ schon in den fünfziger Jahren befasst sich der österreichische „Kartentippler Blues“ mit dem Schnapsen .Bereits damals war das in Deutschland auch als Sechsundsechzig bekannte Spiel nicht nur in der Alpenrepublik der Renner unter den Kartenspielen. Verlor es durch den Einzug der PC- und Videospiele vielerorts die Attraktivität, sorgen gerade heute Webschnapsen- bzw. Online-Schnapsen-Angebote für eine Widerbelebung des Schnapsens.
Immer häufiger kann heutzutage beobachtet werden, wie auf Klassenfahrten, Kegelausflügen oder in gemütlichen Runden Jugendlicher wieder oft auf das traditionelle Kartenspiel zurückgegriffen wird. Und auch die Jugendlichen, die eher zurückgezogen leben, haben das Spiel um „Bummerl“, „Ringerl“ oder „Spritzen“ dank zahlreicher Onlineangebote des Webschnapsens für sich entdeckt. Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen gefällt dabei zumeist, dass es hier nicht nur gegen virtuelle Gegner geht, sondern dass man sich bei den Online-Schnapsen- Angeboten mit anderen menschlichen Gegnern misst. Aber auch die PC Spiele des Schnapsens, bei denen man einfach nur zum Spaß gegen einen virtuellen Gegner spielt, sind inzwischen in weiten Teilen Europas wieder sehr beliebt und weit verbreitet. Dafür sorgen auch zahlreiche Foren, Blogs und sonstiger Online- Communities rund ums Webschnapsen. Erstaunlicherweise scheint dieser Boom des Webschnapsens auch indirekt die „ältere“ Generation irgendwie erfasst zu haben. Denn auch diese Generation sieht man wieder häufiger beim Schnapsen, Dreierschnapsen oder Bauernschnapsen in den Kneipen Österreichs. Und auch die Turnierveranstalter von Preisschnapsen Wettbewerben melden erhöhte Teilnehmerzahlen. Und selbst in Deutschland – wo das Schnapsen, Sechundsechzig oder Paderbörnern vergessen schien – gibt es inzwischen wieder Preisschnapsen-Turniere.