Die österreichische Schnapsen-Kultur
Dass das Schnapsen österreichisches Kulturgut ist, zeigen die unzähligen Preisschnapsen, die es in der Alpenrepublik gibt. Jedes Wochenende wird an einem anderen Ort von Ober- und Niederösterreich über Kärnten bis hin ins Salzburger Land um Bargeld oder Sachpreise gestochen. Doch auch in den angrenzenden Ländern wie Deutschland hat sich das Preisschnapsen entwickelt, seit das österreichische Gesellschaftsspiel unter anderem beim Webschnapsen Einzug gehalten hat. Dabei gibt es auch bestimmte Anlässe, um Turniere auszuschreiben. So findet man Mitte November in ganz Österreich zahlreiche Martinigansl-Schnapsen Turniere.
Bei der jüngeren Generation hingegen hat auch in Österreich das Webschnapsen, bzw. das Online-Schnapsen Einzug gehalten. So ist das Schnapsen am Bildschirm auch der Renner unter den Videospielgeräten in vielen österreichischen Gaststätten und Kneipen. Inzwischen wurde hierbei sogar schon vor Jahren zum ersten Mal ein österreichischer Meister ermittelt. Die ältere Generation der Schnapser hält sich dagegen eher an die traditionellen Turniere und die traditionellen Schnapsen-Regeln. So gibt es auch zahlreiche regionale und Orts-Meisterschaften, bei denen dem Sieger meist auch recht üppige Preisgelder winken. Aber manchmal ist es hier auch eher das gesellige Beisammensein und nicht der reine Gewinnfaktor, der im Vordergrund steht. Besondere Highlights ist hier für manch einen Einheimischen das Fisch-Schnapsen, Gugelhupf-Schnapsen, Ripperl-Schnapsen oder das jährliche Bratwurst-Schnapsen in seinem Dorf. Das absolute Highlight für die Anhänger des Spiels im sportlichen Sinne ist die Österreichische Preis-Schnapserliga. Hier kämpfen die besten 32 Teams der regionalen Ligen um den mit 2 000 Euro dotierten Meistertitel. Insgesamt werden bei der Preis-Schnapserliga 10 000 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet. Ebenso gibt es für die besten Einzelspieler noch Sachpreise.